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Weiterbildung „Regeln und Grenzen“ – Ein Tag voller Aha-Momente

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Am 15. Mai durften wir – gemeinsam mit einer weiteren Kita der Gemeinde – an einem spannenden Kurs zum Thema „Regeln und Grenzen“ teilnehmen. Die Weiterbildung wurde von einer erfahrenen Referentin des Alfred-Adler-Instituts geleitet und bot uns viele praktische Übungen, anschauliche Beispiele und wertvolle Impulse für unseren pädagogischen Alltag.


Warum Regeln wichtig sind

Regeln geben Kindern Sicherheit, Orientierung und Zugehörigkeit.

Doch: Zu viele Regeln überfordern – selbst Erwachsene!

In einer Übung sollten wir uns 20 Regeln merken – kaum jemand schaffte es. Das zeigte eindrücklich, dass weniger mehr ist: Drei bis fünf klare, sinnvolle Regeln reichen völlig aus.


Grenzen sichtbar machen

Besonders eindrücklich war die Übung mit der Schnur als Grenze.

Jede Person zeigte, wie nah sie andere an sich heranlassen möchte – und sagte „Stopp“, wenn die persönliche Grenze erreicht war.

Das Fazit:

• Jede Person hat individuelle Grenzen,

• diese hängen von der gegenüberstehenden Person ab,

• und sie dürfen respektvoll kommuniziert werden.


Diese Erfahrung stärkt unser Bewusstsein, auch die Grenzen der Kinder wahrzunehmen und zu achten.



Kommunikation mit Herz und Haltung

Wir lernten, Regeln positiv zu formulieren:

Nicht „Wir schlagen uns nicht“, sondern „Wir gehen freundlich miteinander um“.

Kinder verstehen Regeln besser, wenn sie visualisiert und gemeinsam gestaltet werden – das schafft Beteiligung und Verständnis.


Lernen durch Folgen statt Strafen

Kinder lernen am besten durch natürliche und logische Folgen – nicht durch Belohnung oder Bestrafung.

Wenn ein Kind seine Gummistiefel nicht anzieht, lernt es durch nasse Füße mehr als durch Ermahnung.

So erfahren Kinder Verantwortung und Selbstwirksamkeit – ganz im Sinne der Individualpsychologie nach Alfred Adler.


Unser Fazit

Der Kurs war abwechslungsreich, praxisnah und inspirierend.

Auch wenn vieles bereits bekannt war, machten die Veranschaulichungen, Übungen und das Learning by Doing den Tag besonders spannend und lehrreich.

Wir nehmen mit:

• Weniger Regeln, dafür klare und konsequente.

• Grenzen dürfen sichtbar und spürbar sein.

• Gleichwertigkeit und Ermutigung sind die Basis jeder Beziehung.


„Kinder brauchen Grenzen – aber ohne ihren Freiraum zu verlieren.“



Die Weiterbildung hat uns als Team nicht nur fachlich bereichert, sondern auch menschlich gestärkt. Wir durften erleben, wie wertvoll es ist, gemeinsam zu reflektieren, auszuprobieren und voneinander zu lernen. Die Mischung aus Theorie, Praxis, Humor und vielen anschaulichen Beispielen hat den Tag lebendig gemacht und uns wichtige Impulse für unseren Alltag mitgegeben.


Wir gehen mit einem klaren Fazit aus dem Kurs:

Regeln und Grenzen sind kein starres Gerüst – sie sind ein lebendiges Miteinander, das Orientierung gibt, Beziehungen stärkt und Kindern wie Erwachsenen Sicherheit schenkt.


Ein herzliches Dankeschön an die Kursleitung für die inspirierende Gestaltung und an unser Team für die Offenheit, Neugier und den gemeinsamen Blick in die gleiche Richtung.

Wir freuen uns darauf, das Gelernte in unseren Kita-Alltag zu integrieren und weiterzuentwickeln – Schritt für Schritt, Hand in Hand.



 
 
 

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